Zu einem perfekten Städte- und Kultururlaub gehört für viele Urlauber ein Besuch im Museum oder ein ausführlicher Stadtrundgang. In dieser Hinsicht kommt man in Conil voll auf seine Kosten. Nahe dem Strand findet man die Altstadt von Conil de la Frontera, eine der Attraktionen ist der Guzmanturm, der sich im Herzen des Stadtteils befindet. Er ist benannt nach Guzmán dem Guten, dem berühmtesten Herzog und Lehnsherren der Gegend um Conil. Er war außerdem 1588 der Kommandeur der spanischen Armada.
Der Turm gehörte zu einem Verteidigungswall, der die Mauren von der Stadt fernhalten sollte, waren sie doch gerade erst aus ihr vertrieben worden. Heute kann man auf den Turm steigen, und von der Aussichtsplattform einen wundervollen Blick über die Küste genießen. Bei gutem Wetter kann man sogar bis zum Kap von Trafalgar schauen.
Direkt neben dem Guzmanturm liegt der Plaza Mayor, der Haupt-Platz von Conil de la Frontera. Auf diesem Ort fand über Jahrhunderte hinweg das öffentliche Leben statt, außerdem wurden hier alle wichtigen Versammlungen abgehalten. In der Vergangenheit wurde der Platz auch "Santa Catalina" und "Plaza de Espana" genannt.
Die Pfarrkirche Santa Catalina beinhaltet verschiedene Stilelemente unterschiedlicher Epochen, was daran liegt, dass sie auf den Grundmauern einer früheren Kirche erbaut wurde, außerdem im 19. Jahrhundert auf eine moderne Art erweitert wurde. In der Altstadt generell, besonders aber in die Straßen und auf den Plätze rund um die Kirche finden nachts farbenfrohe Feiern voller Lebenslust statt.
Schon einige tausend Jahre vor Beginn der Zeitrechnung lebten in der Gegend des heutigen Conil de la Frontera Menschen in Siedlungen. Das erste Mal in die Geschichtsbüchern kam die Conil aber erst knapp 1000 Jahre v. Chr., zu dieser Zeit gründeten die Phönizier die Stadt. In diesen Jahren erkannte man schon die reichhaltige Fischgegend und entwickelte eine Art des Thunfischfangs, der bis heute typisch ist für Conil und die "Küste des Lichts".
Mit den später herrschenden Römern entstand um die Stadt wahres Produktionszentrum sie wandelte sich zu einem wichtigen Ort für die Reisenden des Römischen Reichs. Nachdem nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs die Muslime fast fünf Jahrhunderte in der Gegend um Conil gelebt hatten, wurde die Stadt zurück erobert und bekam endlich den heutigen Beinahmen de la Frontera, was soviel wie "Grenzort" bedeutet.
Ab dem 18. Jahrhundert wurde Conil zum Motor der gesamten Region. In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelte sich die Tourismusbranche, immer mehr Menschen aus dem Zentrum des Landes suchten die Gegend für ihren Urlaub auf. In den letzten Jahren eröffneten mehrere Sprachschulen, sodass noch zu den üblichen Touristen viele Sprachschüler aus der ganzen Welt nach Conil de la Frontera kommen und der Stadt ein internationales Flair verleihen.